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Pilotstudie

Aufgrund der guten Erfahrungen, die mit Gruppensprechstunden in anderen Ländern gesammelt wurden, werden diese für chronisch Erkrankte nun in Deutschland erstmalig eingeführt.

Die erste Studie zu Gruppensprechstunden im gesamten deutschsprachigen Raum wird in Sachsen-Anhalt stattfinden. Hierbei wird die Übertragbarkeit des Konzepts nach dem Modell der CHCCs auf das deutsche Gesundheitssystem untersucht werden. 

Hierfür hat sich eine Reihe von hausärztlichen Praxen beworben, deren Patienten nun als Erste an dieser neuen Art der Versorgung teilnehmen werden. Im Rahmen des Modellprojekts soll untersucht werden, ob Gruppensprechstunden auch unter den Bedingungen des deutschen Gesundheitssystems die gleichen positiven Effekte auf die Gesundheit und Zufriedenheit von Patienten sowie Ärzten haben, wie in den Ländern, in denen Gruppensprechstunden zum Teil schon seit Jahren angeboten werden.

Den Patienten entstehen bei einer Teilnahme an den Gruppensprechstunden keine zusätzlichen Kosten. Die Teilnahme ist freiwillig und erfolgt auf persönliche Einladung des Arztes.

Das einjährige Modellprojekt wird von der Kassenärztlichen Vereinigung Sachsen-Anhalt unterstützt und vom Institut für Gesundheitsökonomie und Klinische Epidemiologie der Universität zu Köln sowie vom Institut für Allgemeinmedizin der Otto von Guericke Universität Magdeburg wissenschaftlich begleitet.